Die Gastgeberin

Helga Niebusch-Gerich 

Demokratin und Brückenbauerin in der "Offenen Gesellschaft" 

Dem 1990 wieder entstandenen Deutschland fehlte ein Ort, genauer gesagt eine Bewegung, bei der sich Menschen aus beiden Teilen Deutschlands "auf Augenhöhe" treffen, einander zuhören und sich besser verstehen lernen.

Mit einer kleinen Gruppe Begeisterter gründete Helga Niebusch-Gerich 1992 die Frauenbrücke Ost-West.

Hier trafen sich im Laufe der Jahre hunderte Frauen bei privaten Einladungen sowie den jährlichen drei großen Veranstaltungen, wo man gemeinsam die politischen und gesellschaftlichen Zustände erkundete in den so vielfältigen Städten des neuen Deutschlands. Das gelang ihr über eine enge Zusammenarbeit mit Frauenbeauftragten und Stadtoberhäuptern quer durch die Republik. Beschirmt wurde diese Initiative von so herausragenden Politikerinnen wie Regine Hildebrandt, Renate Schmidt, Rita Süssmuth und Hildegard Hamm-Brücher. Trotz aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüche sollten die Deutschen wieder heimisch werden in ihrem  vereinten Land.

1994 wurde die Initiative ausgezeichnet mit einer Theodor-Heuss-Medallie gegen die Politikverdrossenheit.

1999 wurde der erste Frauenbrücke-Preis vergeben,

2000 dann die Stiftung Frauenbrücke-Preis für die innere Einheit  Deutschlands gegründet.

2003 wurde die Gründerin mit einem Bundesverdienstkreuz am Band geehrt,

2009 vom Deutschen Staatsbürgerinnenverband als Frau des Jahres ausgezeichnet.

2017 entstand der Heidelberger Europäische Salon

Die Europäer

Wie alles begann:

Die Ereignisse in den Jahren 2015/2016 hatten bei vielen Mitbürgern Heidelbergs zu Spannung und Sprachlosigkeit geführt. So schien es geraten, zusammen mit anderen politisch sensiblen            Persönlichkeiten ein Meinungsforum ins Leben zu rufen, einen Ort, der kontroverse Meinungsäußerungen auf salonfähige Weise ermöglichen sollte. In den Vorgesprächen fanden sich auf Einladung von Helga Niebusch-Gerich, Gründerin der Stiftung Frauenbrücke-Preis für die innere Einheit Deutschlands in Europa, zum Initiativkreis zusammen:
 

Birgit Fichtner, Annette Friedrich, Helga Niebusch-Gerich
Herbert Rabl, Astrid v. Soosten, Dr. Jochen Wilhelm

Die geeignete Räumlichkeit bot die Direktion des Deutsch-Amerikanischen Instituts DAI.

Schließlich fand der erste Heidelberger Europäische Salonabend im April 2017 statt unter dem beziehungsvollen Titel:

Die Gedanken sind frei - die Sprache auch?

 

Gründung

Eine förmliche Erklärung wurde gegen Ende 2017 formuliert:

"Angesichts des enormen Drucks der von der politischen, wirtschaftlichen und der digitalen Globalisierung ausgeht und auf die sozialen und kulturellen Verhältnisse der Staaten Europas einwirkt, müssen wir Europäer uns unserer kulturellen Werte vergewissern, um sie zu verteidigen. In der Präambel zur EuropäischenGrundrechte-Charta (Lissabon-Vertrag 2009) heißt es: "Die Union trägt zur Erhaltung und zur Entwicklung der gemeinsamen Werte unter Achtung der Vielfalt der Kulturen und Traditionen der Völker Europas sowie der nationalen Identität der Mitgliedsstaaten bei." So knüpfen die Europäer im Gespräch an die große Salontradition in Deutschland an, um zu diskutieren, was als europäische Identitäten umschrieben werden kann. Heidelberg, 2.Dezember 2017"

Helga Niebusch-Gerich
Stiftungsvorsitzende